Rollenmechanismus

Justiertips für geplagte Philipps PM- und PC-Betreiber

Wer kennt das nicht! Das Problem mit alten, verzogenen Philippsrollen. Auf einer Papierbreite v. nur 225 mm sind 88 Lochspuren angeordnet. Bei einem Lochdurchmesser von 2 mm und einem Lochabstand v. 2.5 mm ist bald ausgerechnet wie wenig dass es braucht, bis das Instrument nicht mehr richtig spielt. Und dann die unteschiedlichen Papierbreiten! Und die Justierversuche unserer Vorfahren wo einfach an der Spulenachse etwas abgefeilt wurde!

Die nachfolgenden Vorschläge gelten nur für den Mechanismus gemäss Zeichnung von meinem Klavier. Ob dies sinngemäss für ältere Systeme mit umgelenktem Papier auch anwendbar ist, müsste untersucht werden.

Das Prinzip ist folgendes: anstatt dass der Anschlag der Rolle bei B ist, ist er nun bei A (Skizze1). So ist jede Rolle einzeln positionierbar. Scheinbar ist das Problem schon früher erkannt worden, denn die Holzspulen der Firma Eugene De Roy haben eine Schraube (Abb.2). Für die Metallspulen nehme ich eine „Minaba 6-8 mm Bride", erhältlich im Eisenwarengeschäft (Abb.3).
Holzspule
Abb.2
Metallrolle
Abb.3
Justieranleitung
Ich  gehe davon aus, dass die untere Aufwickelspule richtig justiert ist!
Nun muss im Innern des Klavieres die Schraube 1, gekontert durch die Muttern 2 (Skizze1) ca. 0.5 - 1mm nach rechts verschoben werden (Schraube nach links drehen!), so dass alle Spulen etwas zu weit rechts sind. Jetzt kann jede Spule mit der Schraube (Holzspulen) od. mit der Bride (Metallspule) richtig positioniert werden. Die richtige Position muss durch mehrmaliges durchspielen gefunden werden.
Skizze1
Das Problem der verschiedenen Papierbreiten löse ich folgendermassen:
Die untere, linke Seite der Aufwickelspule (rechts ja nichts verschieben!!) stelle ich auf das breiteste Papier ein. Im Sommer etwas breiter als im Winter. Für schmales Papier habe ich 2 elastische, plane und geschlitzte Kunststoffscheiben von 0.5 mm Dicke (Skizze 2), die ich einfach auf die Aufwickelspule links aufstecke, je nach Papier 1 Stück oder beide.
Skizze2
Zugegeben, mit diesen Massnahmen wird das Papier vielleicht etwas geplagt. Aber für mich gilt die Devise, lieber die Rolle etwas weniger oft spielen, dafür gut. Auch habe ich entgegen allen Regeln festgestellt, dass verzogene Philipps-Rollen besser spielen, wenn man sie nach dem Zurückspulen nicht fest in sich aufwickelt.

Viel Spass mit Ihrem Philipps wünscht Ihnen

Hans Kunz.
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